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Burg Hülshoff

Donnerstag, 8. Februar 2018 - 13:42

Burg Hülshoff

Die Wasserburg Hülshoff ist sowohl aus baudenkmalpflegerischer Sicht als auch als Geburtsort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff von hohem Interesse. Bei der Burg Hülshoff handelt es sich um eine typische westfälische Wasserburg mit einer über 500-jährigen Familientradition. Burg Hülshoff ist der Geburtsort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Im Januar 1797 wurde die Dichterin auf der Wasserburg geboren und verbrachte dort sowie in dem nahe gelegenen Haus Rüschhaus Großteile ihres Lebens. Zu Lebzeiten weitgehend unbekannt, zählt Annette von Droste-Hülshoff längst zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Literatur und ist unbestritten die wichtigste Dichterin Westfalens. Ihr Werk hat einen anerkannt hohen Stellenwert in der deutschen Literatur, Teile daraus wie die Erzählung "Die Judenbuche" gehören zur Weltliteratur.

 

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg bereits im 11. Jahrhundert. 1417 kam sie in den Besitz der Herren von Deckenbrock, die sich später "von Droste" nannten. Das Herrenhaus ließ Heinrich I. von Droste Hülshoff um 1540/1545 erbauen.

 

Architektur

Das in Form einer geschlossenen Renaissanceanlage gebaute Haus ist bis heute erhalten. Angeschlossen an die Burg ist eine im späten 19. Jahrhundert im neugotischen Stil erbaute Kapelle.

 

Nutzung

Veranstaltungen

Wiederkehrende Veranstaltungen

Winterträume auf Schloss Hülshoff

Auf der traumhafen Burg Hülshoff werden im November die Türen für die Winterträume geöffnet. Mit stimmungsvoller Bekoration und romantischer Beleuchtung können Sie allerlei Präsente, Dekorationsideen und Exklusives bewundern und sich inspirieren lassen. Ein erlebnisreiches Rahmenprogramm stimmt Sie auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein.
www.wintertraeume.com

Einmalige Veranstaltungen

Droste Hülshoff Tag 2014
Presse und Medien

 

Weitere Informationen

www.burg-huelshoff.de

 

Aktuelles

2018

06. Februar

Gründungsdirektor startet auf Burg Hülshoff

Die Burg Hülshoff bei Havixbeck. Foto: LWL/Humberg

Die Burg Hülshoff bei Havixbeck. | Foto: LWL/Humberg | Quelle: lwl

Havixbeck. Auf Burg Hülshoff in Havixbeck bei Münster hat der neue Künstlerischer Leiter Dr. Jörg Albrecht sein Amt angetreten. Die Annette von Droste zu Hülshoff Stiftung hatte den 36-jährigen im Dezember einstimmig zum Gründungsdirektor des zukünftigen "interdisziplinär ausgerichteten Museums-, Lern-, Residenz- und Veranstaltungsortes" gewählt. Unter seiner Regie solle an den authentischen Arbeits- und Lebensorten der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff ein "kulturelles Leuchtturmprojekt" entstehen. Am Dienstag (6.2.) erläuterte Albrecht seine Vorstellungen. Für Albrecht lautet die Grundfrage: "Wie öffnen wir die Burg der Welt?" Burg Hülshoff werde endgültig zum öffentlichen und offenen Ort. "Ein Ort für Literatur als Fest. Ein Ort für den Dialog über die Themen des 21. Jahrhunderts. Ein Ort für die Zwischenräume: zwischen avancierter Gegenwartsliteratur und basisdemokratischer Bildung, zwischen Stadt und Land, zwischen lokaler und internationaler Initiative, zwischen der ganz analogen und der durch und durch digitalen Welt", so Albrecht. Er sehe eine Vielzahl von Formaten möglich, die im Literaturbetrieb bisher selten existierten: begehbare Hörspielräume zum Beispiel, oder Abende mit Lyrik in Gebärdensprache. Es gehe ihm nicht um ein weiteres Literaturhaus sondern um Themen-Schwerpunkte zu schaffen wie Literatur in digitalen Zeiten, Übersetzungen und Mehrsprachiges, Fragen der Religion, Spannungen zwischen Stadt und Land oder blinde Flecken im Literaturbetrieb. Die jährlichen Droste-Tage sollen im Programm bleiben. Sein Team werde um weitere Kräfte aufgestockt. Die Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln, die Studierende für Schreibexperimente und Kolloquien zur Burg schicke, passe sehr gut in das Konzept. Albrecht rechnet ab dem Wintersemester 2018/19 mit den ersten Studenten: "Die Studierenden werden gemeinsam mit dem Burg-Team Veranstaltungen und Formate erfinden. Dabei werden Teile des Burg-Geländes ortsspezifisch bespielt. Warum nicht den Rinderstall für eine Lesung des französischen Philosophen Éric Vuillard aus seinem literarischen Essay zu Buffalo Bill Cody nutzen? Warum nicht die Gastronomie in eine Brandenburgische Dorfkneipe aus einem Roman von Saša Stanišic verwandeln?"

Dr. Jörg Albrecht. Foto: Sabrina Richmann

Dr. Jörg Albrecht. | Foto: Sabrina Richmann | Quelle: lwl
Programm für 2018

Im Jahr 2018 ist nach Angaben des neuen Leiters für die Droste-Tage (24. bis 26. August) als Thema Grenzen, ihr Einhalten und ihr Überschreiten geplant. Mit dabei: eine Premiere des Volxtheaters aus Bielefeld (Bethel). Für September plane er ein Literaturvolksfest mit Lesungen, Konzerten und Performances. Der Umbau der Burg, der voraussichtlich 2022 fertig sei, solle sich selbst offen zur Schau stellen, Lesungen in kleinen Zelten und Schaubuden seien denkbar. Außerdem hat sich Albrecht ein literarisches "Double Feature" im Oktober mit zwei Autoren vorgenommen: "Im Zentrum stehen zwei herausragende Romane der vergangenen zehn Jahre: 'Vor dem Fest' von Saša Stanišic und 'Gegen die Welt' von Jan Brandt." Auch mit lokalen Initiativen will der neue Künstlerische Leiter auf Burg Hülshoff unter dem Arbeitstitel "Lesebürger" kooperieren. Im Jahr 2019 wird es laut Albrecht neben den Droste-Tagen einen Schwerpunkt zu Bauhaus und Ökologie geben (samt Festival und Klimagottesdienst). Außerdem ist eine Schriftstellerinnenkonferenz zu Fragen der Migration geplant. Unter dem Titel "burg.digital" werden Video Artists, Programmiererinnen und Schriftsteller an einer künstlerischen Digitalisierung der Burg arbeiten. Wichtiges Projekt der kommenden Jahre werde zudem der Lyrikweg sein, der Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus verbinden soll.

Dr. Jörg Albrecht. Foto: Humberg

Dr. Jörg Albrecht. | Foto: Humberg | Quelle: lwl
Zur Person:

Dr. Jörg Albrecht ist Schriftsteller, Theatermacher und Kulturveranstalter, geboren 1981 in Bonn, aufgewachsen in Dortmund. Er studierte Komparatistik, Germanistik und Geschichte in Bochum und Wien sowie Szenisches Schreiben bei uniT Graz (2008-10). 2011 promovierte er bei Monika Schmitz-Emans, Bochum. Er schreibt Prosa/Romane, Theatertexte, Hörspiele, Essays.
Albrechts Foto- und Videoarbeiten und Performances ergänzen die Texte in Form intermedialer Serien und werden regelmäßig in Theatern, Ausstellungen, bei Kongressen und Kunstfestivals gezeigt. Bislang erschienen vier Romane im Wallstein Verlag. Jörg Albrecht erhielt u.a. 2002 den Förderpreis der Stadt Dortmund für Junge Künstler, 2005 den GWK-Förderpreis für Literatur und den Preis beim Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, 2007 den Literaturpreis des Landes NRW und eine Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Preis, 2009 das New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 2015 das Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 2017 den Margarete-Schrader-Preis der Universität Paderborn für sein bisheriges Werk. Mit Steffen Klewar gründete Albrecht 2007 das Theaterkollektiv "copy & waste", das über zwanzig Produktionen zeigte. 2016 war Albrecht Dramaturg des Theaterfestivals Favoriten der frei produzierenden Darstellenden Künste Nordrhein-Westfalens. 2017 kuratierte er für das Performing Arts Festival Berlin ein Rahmenprogramm und entwarf ein Festivalzentrum. Er ist Mitglied des PEN-Zentrum Deutschlands und Mitinitiator des Blogs "Nazis & Goldmund", das sich in literarischen Beiträgen u. a. dem Rechtsruck in Europa widmet. | Quelle: PM/(lwl)
 

2017

15. Dezember

Jörg Albrecht wird Gründungsdirektor und Künstlerischer Leiter auf Burg Hülshoff

Die Annette von Droste zu Hülshoff Stiftung hat Dr. Jörg Albrecht zum Gründungsdirektor und Künstlerischen Leiter auf Burg Hülshoff in Havixbeck bei Münster bestimmt. Vorstand und Kuratorium der Stiftung hatten eine Findungskommission mit der Sichtung aller Bewerbungen beauftragt. Nach ausführlichen Beratungen fiel die Wahl einstimmig auf Albrecht, der am 1. Februar auf Burg Hülshoff starten wird.

"Unter Albrechts Regie soll an den authentischen Arbeits- und Lebensorten der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff ein kulturelles Leuchtturmprojekt im Herzen des Münsterlandes aufgebaut werden", so Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorstandsvorsitzende der Droste-Stiftung und Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Ziel sei ein interdisziplinär ausgerichteter Museums-, Lern-, Residenz- und multifunktionaler Veranstaltungsort, ein Ort der Begegnung und des Gedankenaustauschs, eine kreative Ideenwerkstatt im Zeichen ästhetischer und gesellschaftlicher Alternativen.

Rüschoff-Parzinger: "Ich freue mich, dass wir so eine kompetente Leitung gefunden haben. Jörg Albrecht hat uns aufgrund seiner Persönlichkeit, seines spezifischen Profils, seiner internationalen Vernetzung und seiner Visionen für das regional verankerte, aber weit ausstrahlende Zukunftsprojekt in jeder Hinsicht überzeugt. Er verfügt über die nötigen Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb, über die für diese Aufgabe unabdingbaren Qualifikationen im künstlerischen, medialen sowie betriebswirtschaftlichen Umfeld und zudem über die Kreativität, um im Bewusstsein des kulturellen Erbes neue Akzente zu setzen, innovative Raum- und Programmideen zu entwickeln und adäquat umzusetzen."

Jörg Albrecht ist Schriftsteller, Theatermacher und Kulturveranstalter, geboren 1981 in Bonn, aufgewachsen in Dortmund. Er studierte Komparatistik, Germanistik und Geschichte in Bochum und Wien sowie Szenisches Schreiben bei uniT Graz (2008-10). 2011 promovierte er bei Monika Schmitz-Emans, Bochum. Er schreibt Prosa/Romane, Theatertexte, Hörspiele, Essays.
Albrechts Foto- und Videoarbeiten und Performances ergänzen die Texte in Form intermedialer Serien und werden regelmäßig in Theatern, Ausstellungen, bei Kongressen und Kunstfestivals gezeigt. Bislang erschienen vier Romane im Wallstein Verlag. Seine Theatertexte werden vom Rowohlt Theater Verlag verlegt.
Jörg Albrecht erhielt u.a. 2002 den Förderpreis der Stadt Dortmund für Junge Künstler, 2005 den GWK-Förderpreis für Literatur und den Preis beim Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, 2007 den Literaturpreis des Landes NRW und eine Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Preis, 2009 das New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 2015 das Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 2017 den Margarete-Schrader-Preis der Universität Paderborn für sein bisheriges Werk.

Mit Steffen Klewar gründete Albrecht 2007 das Theaterkollektiv "copy & waste", das über zwanzig Produktionen zeigte, u.a. am Hebbel am Ufer Berlin, am Ringlokschuppen Ruhr, Theater Rampe Stuttgart, Schauspiel Leipzig, bei den Treibstoff Theatertagen Basel und beim steirischen herbst Graz. 2016 war Albrecht Dramaturg des Theaterfestivals Favoriten der frei produzierenden Darstellenden Künste Nordrhein-Westfalens. 2017 kuratierte er für das Performing Arts Festival Berlin ein Rahmenprogramm und entwarf ein Festivalzentrum. Er ist Mitglied des PEN-Zentrum Deutschlands und Mitinitiator des Blogs "Nazis & Goldmund", das sich in literarischen Beiträgen u. a. dem Rechtsruck in Europa widmet. | Quelle: PM/(lwl)

2012

Ausbau der Burg Hülshoff

Nach den Plänen für einen "Zukunftsort Literatur" will die Stiftung unter Federführung des LWL das Geburtshaus der bekannten Dichterin und das nahe gelegene Haus Rüschhaus zu einem "Droste-Kulturzentrum" ausbauen. Ein modularer Stufenplan sieht insgesamt sechs Bausteine vor: Ausbau der Vorburg von Burg Hülshoff als multifunktionale Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Kommunikationsstätte, Ausbau des Verbindungsweges ("Lyrikweg") zwischen Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus als interaktive und erlebbare "Droste-Landschaft", Entwicklung des Parks von Burg Hülshoff zu einem literarischen Landschaftsgarten, Entwicklung eines Droste-Instituts, Ausbau eines Netzwerks für Literatur und schließlich Neugestaltung des Familienmuseums im Hauptgebäude der Burg als innovatives Droste-Literaturmuseum. Kern der Pläne ist ein Gesamterschließungskonzept, das eine künftige Nutzung der Vorburg für Veranstaltungs-, Besprechungs-, Tagungs- und Wechselausstellungsflächen vorsieht. Die sogenannte Neue Ökonomie, der ehemalige Rinderstall der Burg Hülshoff, soll für das Droste-Institut mit Bibliothek, Verwaltung, Werkstatt und Lager umgebaut werden. Zusammen mit dem "Lyrikweg" und Unterbringungsmöglichkeiten für die Teilnehmer des Studiengangs "Literarisches Schreiben" würden sich die investiven Kosten dieser ersten Schritte auf rund 7,6 Millionen Euro belaufen.

Die Stiftung

Die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung wurde im Herbst 2012 ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Wasserburg Hülshoff gemeinsam mit Haus Rüschhaus dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten und auszubauen. 24 Stifter hatten insgesamt 19,3 Millionen Euro Stiftungskapital zusammengebracht. Mit diesem Kapitalstock kann der Erhalt und der Betrieb von Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus im gegenwärtigen Zustand abgedeckt werden. | Quelle: PM/(lwl)

Stichworte:

Orte:

Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Allgemeine Rundschau - Nachrichten, Hintergründe und Meinunen zu den Themen der Zeit: www.allgemeine-rundschau.de
Blickpunkt Coesfeld - Stadtmagazin für Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Der neue Friedensreiter - politischer Autorenblog: www.friedensreiter.net
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfeld.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

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Zu guter Letzt

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