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Hubertustag

Freitag, 3. November 2017 - 14:20

Hubertustag

Hubertustag

Zu Ehren des Schutzpartones der Jäger, dem Hl. Hubertus ist es seit Jahrhunderten üblich eine Treibjagd auf Sauen und Hasen abzuhalten. Am Hubertustag werden auch Hubertusmessen veranstaltet. Tierschützer kritisieren die Vereinnahmung des heiligen Hubertus und den damit einhergehenden Legendenmissbrauch durch die Jägerschaft.

Tierschützer kritisieren das Verdrehen einer Legende als Rechtfertigung zum Töten

Am Hubertustag, der jährlich am 3. November begangen wird, finden im ganzen Land sogenannte Hubertusjagden statt. Unzählige Wildtiere kommen dabei zu Tode. Bei den am gleichen Tag gefeierten Hubertusmessen werden Jäger für das Töten der Tiere von der Kirche gesegnet. Denn Hubertus von Lüttich gilt als Schutzpatron der Jäger.

Hubertus von Lüttich

Der Legende nach war Hubertus von Lüttich († 727 n. Chr.) ein leidenschaftlicher, skrupelloser und ausschweifender Jäger, dem eines Tages im Wald ein weißer Hirsch mit einem leuchtenden Kruzifix im Geweih erschien. Er erkannte fortan in den Tieren Geschöpfe Gottes, schwor der Jagd ab und ließ sich zum Priester weihen. 708 war er schließlich Bischof von Lüttich. Nach seinem Tode wurden die Gebeine am 3. November umgebettet und in der Kathedrale von Lüttich oberirdisch bestattet. Bis ins 10 Jahrhundert war dies der übliche Akt einer Heiligsprechung. Obwohl er der Legende nach also der Jagd abgeschworen hat, werden alljährlich noch in seinem Namen Gesellschaftsjagden veranstaltet.

Legendenmissbrauch

"Die Ernennung des heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Jäger und das Töten von Tieren in seinem Namen ist eine perfide Verdrehung der Hubertuslegende. Dieser Legendenmissbrauch durch Jäger, der auch durch die Kirche unterstützt wird, muss endlich ein Ende haben. Hubertusjagden und Hubertusmessen gehören abgeschafft." meint beispielsweise Mike Ruckelshaus von der Tierschutzorganisation Tasso. Für viele Tierschutzvereine ist der Hubertustag vielmehr ein Anlass, tiefgreifende Reformen im Jagdrecht einzufordern. Die Jagdgesetzgebung muss den Belangen des Tier- und Naturschutzes angepasst werden und dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung tragen. Tierschutzwidrige Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Fallenjagd, die Baujagd, die Beizjagd, die Jagdhundeausbildung an lebenden Füchsen und Enten sowie der Abschuss von Hunden und Katzen müssen umgehend verboten werden. Tierschützer weisen weiter darauf hin, dass viele Tiere heutzutage bei der Jagd getötet würden, ohne sie anschließend einer Verwertung zuzuführen und es immer wieder vorkommt, dass Tiere nur angeschossen werden und sich dann über einen Zeitraum von Stunden oder gar Tagen zu Tode quälen müssen. Das alles kann ganz bestimmt nicht im Sinne des heiligen Hubertus sein.

Du sollst nicht töten!


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