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Aktionstag: Welttag gegen die Todesstrafe | 10. Oktober

Dienstag, 10. Oktober 2017 - 1:58

Welttag gegen die Todesstrafe

Welttag gegen die Todesstrafe

international | World Coalition against Death Penalty / Amnesty International | seit 2003

Der 10. Oktober ist der Internationale Tag gegen die Todesstrafe. Er wurde 2003 von der "World Coalition against Death Penalty" sowie Amnesty International ins Leben gerufen. Mit dem Aktionstag wird dazu aufgerufen, weltweit die Todesstrafe abzuschaffen. Die Todesstrafe ist die Tötung eines Menschen als Strafe für einen in einem Strafgesetz definierten Straftatbestand, dessen er für schuldig befunden wurde. Ihr geht in der Regel ein Todesurteil nach einem Gerichtsverfahren voraus, das mit der Hinrichtung des Verurteilten vollstreckt wird. Seit 2007 hat die UN-Generalversammlung fünf Resolutionen verabschiedet, in denen sie ein globales Moratorium für Hinrichtungen fordert und ihrem Wunsch nach einer weltweiten Abschaffung der Todesstrafe Ausdruck verleiht. Der letzten dieser Resolutionen im Dezember 2014 stimmten 117 Staaten zu.

Es gibt keinen Grund, die Todesstrafe zu vollziehen.

Dass in manchen Ländern die Todesstrafe noch vollstreckt wird ist einfach unmenschlich, unwürdig und unerträglich. Die vollzogene Todesstrafe ist unumkehrbar. Die Gefahr, einen unschuldigen Menschen hinzurichten, ist viel zu groß. Niemand hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben abzusprechen. Die Arbeit von Aktivisten, die sich weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen, wurde in vielen Ländern in den letzten Jahren durch neue Gesetzgebung und staatliche Repression erschwert. So schwierig und riskant der Einsatz gegen die Todesstrafe oft ist, dieser Einsatz ist nicht vergeblich.

Globaler Trend zur Abschaffung der Todesstrafe.

In 140 Ländern ist die Todesstrafe mittlerweile verboten. In Europa und Südamerika gibt es jeweils nur noch einen Staat, der die Todesstrafe anwendet, in Ozeanien wurde die Todesstrafe in den meisten Staaten abgeschafft. Zuletzt Suriname im Jahre 2015 und 2016 auch Nauru. Selbst in den USA werden nur noch in wenigen Staaten Hinrichtungen vollstreckt. Zudem gibt es Staaten, in denen die Todesstrafe zwar praktiziert wird, in denen aber eine öffentliche Diskussion über dieses Thema stattfindet, wie in Japan, aber auch in Belarus. Nur noch eine Minderheit der Staaten vollstreckt überhaupt noch Todesurteile. In 25 Staaten wurden im Jahr 2015 mindestens 1.634 (2014: 1.061) Gefangene exekutiert. Die meisten Hinrichtungen werden dabei in drei Staaten vollzogen in denen die Rechtsstaatlichkeit eher schwach ist und kaum fair und demokratisch agieren wie beispielsweise China, Irak, Iran, Nordkorea, Pakistan und Saudi Arabien. Laut Amnesty International wurden im Jahr 2015 89 Prozent aller Hinrichtungen in China, dem Iran und Irak vollstreckt.

Rückkehr einiger Staaten zur Todesstrafe bedenklich

Angesichts dieses globalen Trends gegen die Todesstrafe ist es umso bedenklicher, dass zuletzt in einigen Staaten eine Rückkehr zur Todesstrafe möglich scheint, etwa auf den Philippinen und den Malediven. In fast allen Weltregionen die Todesstrafe eine Renaissance als Instrument zur Bekämpfung von Bedrohungen der Sicherheit durch Terrorismus erlebt. Todesurteile ergehen oft nach fragwürdigen Urteilen, auf der Grundlage von unter Folter erzwungenen Geständnissen. Damit steigt die Gefahr von Fehlurteilen. Neue Technologien zeigen, dass eine Vielzahl von Menschen zu Unrecht verurteilt wurde – was zusätzlich Anlass zu Zweifeln an der Todesstrafe gibt. Wer ein Leben nimmt, kann es nicht zurückgeben. Deshalb lehnt die große Mehrzahl der Menschen die Todesstrafe als unmenschliche und grausame Strafe entschieden ab. Die Länder, in denen die Todesstrafe noch angewandt wird, sind aufgerufen, diese Form der Bestrafung abzuschaffen oder zumindest ihre Vollstreckung durch ein Moratorium auszusetzen.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153168/umfrage/hinrichtun...

Weitere Informationen:

http://www.amnesty-todesstrafe.de/
http://www.kleiner-kalender.de/event/welttag-gegen-die-todesstrafe/13285...

Gegen die Todesstrafe


Referenzen

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Aktuell:

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Allgemeine Rundschau - Nachrichten, Hintergründe und Meinunen zu den Themen der Zeit: www.allgemeine-rundschau.de
Blickpunkt Coesfeld - Stadtmagazin für Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Der neue Friedensreiter - politischer Autorenblog: www.friedensreiter.net
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfeld.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
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