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Lettland - das ist mehr als Riga

Mittwoch, 19. Januar 2011 - 17:03

Jurmala Beach

Wer an Lettland denkt, dem fällt sofort die pulsierende Metropole Riga ein - jedes Jahr von Millionen von Touristen besucht. Sie ist auch wirklich schön diese Stadt. Doch ist eben nur ein Teil eines wunderschönen Landes.

Die Kurländische Schweiz, das ist Sabile mit dem nördlichsten Weinberg der Welt und das ist Kandava, kleine, reizvolle Landstädte, eingebettet in die dichten Wälder Kurlands. Um die zahllosen archäologischen Stätten und die besonderen Natur- und Architekturdenkmäler zu bewahren, sind Teile unter Schutz gestellt worden.
Kuldiga - eine mittelalterliche deutsche Ordensgründung im Zentrum des Kurlandes und eine der schönsten Städte Lettlands. Nirgendwo sonst sind die traditionellen Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert so geschlossen erhalten geblieben wie hier. Das Rathaus und Kornspeicher stammen aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert. Der Venta Fluss bildet hier einen der ungewöhnlichsten Wasserfälle: Er ist zwar nur zwei Meter hoch, hat aber die Länge von 275 Metern und ist damit die breiteste Kaskade Europas. Von vielen in Lettland erhalten gebliebenen Herrenhäusern und Schlössern ist Jaunmoku Pils (Neu-Mocken), erbaut im Jahre 1903, einer der prächtigsten und gut erhaltenen Bauten.

Die kurländische Ostseeküste wir von zwei Städten dominiert. Ventspils liegt an der Mündung der Venta in die Ostsee und war schon im Mittelalter als Hafenstadt und Hansestadt bekannt. Heute ist sie als bedeutender Seehafen eine Drehscheibe zwischen Ost und West. Das berühmteste Architekturdenkmal ist die vor kurzer Zeit renovierte mittelalterliche Burg des Livländischen Ordens. Das charakteristische Hafenbild eröffnet sich dem Besucher bei einer Fahrt mit dem Schiff „Herzog Jekab“ zur Flussmündung. 1999 bekam Ventspils-Strand die „blaue Fahne“ als europäische Anerkennung für ein sauberes Meer und eine saubere Küste.

Und dann ist da auch noch Liepāja - der Stadt mit dem feinsten Sandstrand im ganzen Baltikum. So sagt man es jedenfalls. Heute ist Liepāja ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in Kurland. Die Architektur ist vielfältig - vom Barock bis Jugendstil. Aus dem 17. bis 18. Jahrhundert stammen die erhaltenen Wohnhäuser und Speicher. In der lutherischen St. Annen Kirche befindet sich der größte und prächtigste Hochaltar der Barockzeit. Die Dreieinigkeitskirche ist durch ihre Orgel berühmt, die bis 1912 die größte der Welt war, heute ist sie immerhin noch die größte Europas. Ende des 19. Jahrhunderts wurde am Stadtrand ein Stadtbezirk - Karaosta für militärische Zwecke ausgebaut. Bis heute sind das sogenannte Nördliche Festungswerk, die orthodoxe Nikolaikirche, die Manege, das Haus für Marineoffiziere und einige andere Gebäude erhalten.

Wer Lettland besucht, kommt an Schloss Rundale nicht vorbei. Manche Besucher sagen, es sei an Glanz und Faszination kaum zu überbieten und schöner als Versailles. Das herrliche Anwesen im Westen von Bauska besteht aus einem Ensemble traumhaft schöner Barock-und Rokoko-Bauten sowie einer Parklandschaft, die auch weit über Lettland hinaus ihresgleichen suchen dürfte. Die Damen und Herren, die in der Kleidung des XVIII Jahrhunderts die Besucher führen, vervollständigen die Illusionen, in eine fremde Zeit eingetaucht zu sein.

Daugavpils - Lettlands zweitgrößte Stadt trägt den Namen des größten lettischen Flusses. Sie ist bekannt durch ihre Festung. Das in weiten Teilen originalgetreu erhaltene Bollwerk entstammt dem 19. Jahrhundert und diente der Sicherung der russischen Westgrenze. Hier ist man über 200 Kilometer von Riga entfernt. Es ist das Land der Blauen Seen, wie das katholische Latgale (Lettgallen) im Osten des Landes genannt wird. Ein wahres Paradies für Naturfreunde. Hunderte von Seen, darunter einige der größten Lettlands, verteilen sich auf das weite, waldreiche Hügelland. Und an seinem Südrand hat sich Lettlands Hauptstrom, die Düna, in einer kilometerlangen Urstromtalung tief in den felsigen Untergrund eingesägt. Altes Handwerk ist hier noch lebendig und in den bunten Holzhäusern winziger Dörfer scheint die Zeit stillzustehen.

Die nächste Sehenswürdigkeit liegt 42 Kilometer nordöstlich von Daugavpils. Aglona - Lettlands Rom, - ist das 1699 gegründete Dominikanerkloster mit seiner berühmten Kirche: zwei 60 m hohe, mehrstufige Türme rahmen die blendend weiße Fassade ein, drinnen zerfließt die barocke Pracht in spielerischem Rokoko. Über dem zweistufigen Hauptaltar hängt das Heiligtum der Basilika: das Bildnis der Muttergottes von Aglona.

Cēsis gehört zu den ältesten Städten Lettlands. Zeugen der vergangenen Jahrhunderte sind die Ruinen der Burg Cēsis - eine der mächtigsten der mittelalterlichen Burgen des Livländischen Ordens. Ein schöner Anblick bietet sich von dem Turm des neuen Schlosses (18. Jh.). Heute ist dort ein Museum, wo die Staatsflagge Lettlands weht als Zeichen, dass dieses Symbol des Staates hier in Cēsis entstanden ist. Das alte Straßennetz mit den engen Gassen, die stillen kleinen Höfe, die Überreste der ehemaligen Schutzmauer und die kleinen ein- und zweigeschossigen Häuser mit roten Ziegeldächern tragen zur mittelalterlichen Atmosphäre bei.

Sigulda - sagenumwoben und malerisch gelegen in einer Umgebung, die als „Livländische Schweiz“ bekannt ist. Sigulda und der Gauja Nationalpark sind wegen der wunderschönen Natur, den Sandsteinhöhlen, den historischen Denkmälern und den zahlreichen Legenden das beliebteste und populärste Reiseziel in Lettland.
Die Besichtigung der Burgruinen aus dem 13. Jahrhundert und das Kropotkin Schlosses aus dem 19. Jahrhundert führen zurück in die Geschichte.
Einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt der Besuch der Turaida Burg. Im renovierten Teil der Burg ist ein Museum eingerichtet, dessen Ausstellungen über die Geschichte der Turaida erzählen. Im Hauptturm, auf einer Höhe von 27 Metern, befindet sich Aussichtsplattform. Eine Seilbahn überquert das Tal, wobei sich aus 40 m Höhe ein herrlicher Blick über die Landschaft bietet. Und dann kommt man doch nicht ganz an Riga - Hauptstadt Lettlands und Treffpunkt vieler Menschen aus der ganzen Welt - vorbei. Mit ihrem Flughafen, ihrer Fährverbindung ist die Stadt Ausgangs- und Endpunkt vieler Reisen. Und ein Besuch dieser Stadt lohnt allemal.

Ihre Schwestern sind alte Hansestädte wie Bremen und Lübeck. Riga überrascht aber mit der Atmosphäre einer typischen Großstadt. Die Bremer Stadtmusikanten sind ein Geschenk der Hansestadt Bremen. Um das Rathaus, die Petri-Kirche, das Schwedentor, die Große und Kleine Gilde, das Schwarzhäupterhaus sowie den Dom zu Riga ranken sich viele Geschichten. Neben dem Bummel durch die engen Straßen der Altstadt darf der Besuch der berühmten Markthallen, die sich in fünf etwa 150 Meter langen ehemaligen Luftschiffhallen befinden, nicht fehlen.

Genauso wenig sollte man auf einen Abstecher in die Stadt auf der Welle - Jurmala verzichten. Jurmala liegt wenige Kilometer von Riga entfernt am goldigen Strand des Rigaer Meerbusens. Im Sommer herrscht hier das Treiben und die Atmosphäre der italienischen Riviera.

Also man sieht: Lettland ist mehr als Riga.

 


Pressemitteilung von:
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J.Jegorowa

Pressemitteilung veröffentlicht von:
fair-NEWS


 


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