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Pantheon

Das Pantheon

Der Name

Das Pantheon (griechisch Πάνθεον, von πᾶν pân ‚alles‘ und θεός theós ‚Gott‘, ital. auch La Rotonda ‚die Rotunde‘) in Rom war ursprünglich ein allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum. Welche Götter hier genau verehrt werden sollten, ist umstritten. Als sehr wahrscheinlich gillt aber alle, 7 Planetgottheiten in einem Tempel zu verehren.

 

Lokalisierung

Standort: Italien, Rom, Piazza della Rotonda 116
Koordinaten: 41° 53′ 55″ N, 12° 28′ 37″ O

 

Kurze Historie 

JahrEreignis
  
 Das Pantheon Agrippas
27 bis 25 v. Chr.Ein Tempels, den Agrippa nach seinem Sieg bei Actium von 27 bis 25 v. Chr. zu Ehren seines Freundes und Förderers Augustus am selben Ort hatte errichten lassen war Vorgängergebäude des heute noch bestehenden Baus.
80 n. Chr.Der Bau brannte während eines Feuers, das weite Teile Roms heimsuchte, nieder.
110 n Chr.110 brannte das Pantheon durch einen Blitzschlag erneut und bedurfte eines vollständigen Wiederaufbaus.
  
 Das Pantheon Hadrians
118 und 125 n. Chr.Kaiser Hadrian ließ zwischen 118 und 125 n. Chr. das Pantheon auf dem Marsfeld in Rom errichten.
202 n.Chr.Weitere Restaurierungsarbeiten
  
 Sancta Maria ad Martyres
608Der oströmische Kaiser Phokas schenkte das Pantheon im Jahre 608 dem Papst Bonifatius IV.
13. Mai 609Seit dem  dient es als römisch-katholische Kirche, geweiht der heiligen Maria (Sancta Maria ad Martyres), in der vor allem an hohen Feiertagen Messen zelebriert werden.
663Kaiser Konstantius ließ 663 die vergoldeten Bronzedachziegel entfernen und nach Konstantinopel bringen.
835Die Krichweihe von 809 ist der Ursprung des seit dem Jahre 835 begangenen Festes Allerheiligen.
1270Glockentürme wurde angebaut.
15. und 16. JahrhundertIm Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wurde der Platz vor dem Pantheon im Auftrag mehrerer Päpste freigeräumt und eingeebnet, so dass die heutige Piazza della Rotonda entstand.
1520Raffael wurde beigesetzt.
1632Papst Urban VIII Barberini ließ 1632 den Bronzebeschlag der Balkendecke in der Vorhalle herausnehmen und ließ daraus 80 Kanonen für die Engelsburg und Säulen für den Altarbaldachin in der Peterskirche machen.
1873Der Marmorboden wurde originalgetreu im römischen Design restauriert.
1883Abriss der   zwei Glockentürme ("Eselsohren"),
ab 16 Jh. bis 20 Jh.Seit Beginn des 16 Jh. wurde das Pantheon auch als Grabstätte benutzt: Raffael (auf eigenen Wunsch hin), weitere Künstler, im 19. und 20. Jh Mitglieder des italienischen Königshauses: Vittorio Emanuelle II, Umberto I und Königin Margharita.

 

 

Das Gebäude

Abmessungen 
 Vorhalle (Proanos)
Breite33,10 Meter
Tiefe15,5 Meter
Inschrift„M(ARCUS) AGRIPPA L(UCII) F(ILIUS) CO(N)S(UL) TERTIUM FECIT“
„Marcus Agrippa, Sohn des Lucius, (hat in seinem) dritten Konsulat (dieses Gebäude od. Tempel od. etc.) gemacht (oder auch errichtet)“.
  
 Rundbau mit Kuppel (Rotunda)
Höhe (innen)43,30 Meter
Durchmesser (innen)43,30 Meter
Durchmesser (aussen)57 Meter
FormKugel
Durchmesser der Lichtöffnungca. 9 Meter

 

Das Pantheon als Grabstätte

Folgende Mitglieder der italienischen Königsfamilie haben ihre Grabstätte im Pantheon:

  1. Viktor Emanuel II.
    König von Italien (14. März 1820 - 9. Januar 1878)
     
  2. Umberto I.
    König von Italien (14. März 1844 - 29. Juli 1900)
     
  3. Margarethe von Italien, (Ehefrau Umbertos I.)
    Königin von Italien (20. November 1851 - 4. Januar 1926)
     
  4. Viktor Emanuel III. (Ehefrau Viktor Emanuels III.)
    König von Italien (11. November 1869 - 28. Dezember 1947)
     
  5. Elena von Montenegro
    Königin von Italien (8. Januar 1873 - 28. November 1952)
     

Andere Persönlichkeiten die unter dem römischen Pantheon begraben sind.

  1. Raffael
    Maler
    schuf Gemälde wie die "Sixtinische Madonna" .
     
  2. Baldassare Peruzzi
    Architekt
     
  3. Arcangelo Corelli
    Komponist

 

Weiterführende Literatur

  • Heinz-Joachim Fischer:
    Rom. Zweieinhalb Jahrtausende Geschichte, Kunst und Kultur der Ewigen Stadt.
    DuMont Buchverlag, Köln 2001, S. 219-222, ISBN 3-7701-5607-2
     
  • Heinz O. Lamprecht:
    Opus caementitium. Bautechnik der Römer.
    Bau und Technik, 5. Aufl. 2001, ISBN 3-7640-0350-2
     
  • Der Ruhm des Pantheon
    Antikensammlung Staatliche Museen zu Berlin, 1992, ISBN 3-88609-276-3.
     
  • Gert Sperling:
    Das Pantheon in Rom. Abbild und Maß des Kosmos.
    Ars Una, Neuried 1999, 361 S., ISBN 389391854X
     
  • Gerd Heene:
    Baustelle Pantheon. Planung, Konstruktion, Logistik.
    Verlag Bau + Technik, Düsseldorf 2004, 108 S., ISBN 3-7640-0448-7.
     
  • Wolfram Martini:
    Das Pantheon Hadrians in Rom. Das Bauwerk und seine Deutung. Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main, Band XLIV, Nr. 1, Steiner, Stuttgart 2006, 47 S., ISBN 978-3-515-08859-6
     

 


Zu guter Letzt

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