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Iserlohn

Stadtinformationen

Geschichte und Historie

  • Iserlohns älteste Schriftzeugnisse
    Seit im Hamburgischen Urkundenbuch 1842 ein in Urkunden des Klosters Rastede 1124 und 1158 genannter Ort Yslo in Westfalen als Iserlohn geortet wurde, haben sowohl die Oldenburgische wie die westfälische, insbesondere die Iserlohner stadtgeschichtliche Forschung dies bis heute fraglos übernommen, allerdings ohne hier die Urkunden im Volltext zur kritischen Prüfung bereit zu stellen. Inzwischen hat die jüngere Forschung den Ort als die Wüstung +Isloh bei Geseke festgestellt, was aber in Iserlohn bisher nicht zur Kenntnis genommen wurde. Deswegen ist es hier bislang nicht gelungen, eine gesicherte Reihe der ältesten Bezeugungen des Ortes zu erstellen.

  • Archiv Iserlohn
    www.archiv-iserlohn.de

 

Sehenswürdigkeiten

  • Luftschutzstollen Altstadt
    Die ab 1943 immer stärker werdenden Luftangriffe auf die Städte des Ruhrgebietes ließen die Angst der Iserlohner Bevölkerung vor den Bomben der Alliierten erheblich ansteigen. Dadurch, dass die Iserlohner Industrie mit an der Rüstungsproduktion beteiligt war, stellte die Stadt ein mögliches Angriffsziel dar. Die Angst der Iserlohner Bevölkerung vor den Bomben der Alliierten stieg. Seit Sommer 1943 wurde daher im "Bilstein", dem Felsen unterhalb der Obersten Stadtkirche, der Luftschutzstollen Altstadt in Angriff genommen - eine von drei geplanten Stollenanlagen in Iserlohn. Ursprünglich sollten darin über 6 000 Menschen Platz finden können. Bis Kriegsende hatte der Stollen jedoch lediglich eine Länge von etwa 250 Metern erreicht und konnte rund 2 000 Schutzsuchenden Zuflucht bieten. Er ist bis heute weitgehend unverändert erhalten – ein beeindruckendes Baudenkmal einer beängstigenden Epoche.

Kirchen und Klöster

  • Oberste Stadtkirche
    Die Oberste Stadtkirche, früher auch Marienkirche genannt, erhebt sich in imposanter Lage auf dem Bilstein. Die zweischiffige gotische Hallenkirche mit Querhaus wurde auf einem romanischen Vorgängerbau errichtet und mit einem Helmpaar ergänzt. Das bedeutendste Kunstwerk der Kirche ist ein geschnitzter Flügelaltar aus der Zeit um 1400, unter anderem mit Apostel- und Heiligenfiguren. Die Iserlohner Marientafeln von der Rückseite des Altars wurden 1952 in die Rückwand des Chorgestühls eingearbeitet.
    Oberste Stadtkirche, Am Bilstein.

 

Söhne und Töchter

  • Peter Eberhard Müllensiefen (1766-1847)
    Der Iserlohner Unternehmer und Landrat Peter Eberhard Müllensiefen, dessen Geburtstag sich im Jahre 2016 zum 250. Mal jährte  wuchs im Oberbergischen auf und erlernte in Altena den Kaufmannsberuf. Nach Iserlohn in zweiter Ehe verheiratet, baute er hier eine erfolgreiche Nadelmanufaktur auf. Vincke, Oberpräsident der Provinz Westfalen, berief ihn 1818 zum Iserlohner Landrat und machte ihn zu seinem wirtschaftspolitischen Berater. Seine Stellungnahmen zur Gewerbeverfassung und zur Kinderarbeiten weisen seine hohe Kompetenz nach. Müllensiefens Autobiographie ist als lebendiges Zeugnis der Frühindustrialisierung von hohem Quellenwert. Auf die Initiative Müllensiefens geht auch die Errichtung des Eisernen Kreuzes in der Grüne zurück, das vor genau 200 Jahren eingeweiht wurde.

 

Kunst und Kultur

Museen und Ausstellungen

  • Stadtmuseum Iserlohn
    Das Stadtmuseum befindet sich in einem der schönsten Barockgebäude der Iserlohner Altstadt. Hier finden sich eine Vielzahl spannender und lebendiger Darstellungen, Modelle und Gerätschaften, die die Entwicklung Iserlohns und der Region wiedergeben. Auf drei Ausstellungsebenen werden die folgenden Themenbereiche präsentiert: Geologie (Meteoriten und Fossilien, Spuren der Dinosaurier), Ur- und Frühgeschichte (mensch­liche Spuren seit rund 70.000 Jahren, der Burgberg von Oestrich), Bergbau (Eisenerz- und Galmeibergbau), Handwerkliche Drahtherstellung (Kettenhemden und andere Drahtprodukte), industrielle Nadelprodukti­on, Iserlohner Messing- und Bronzewaren (Iserlohner Tabaksdosen uvm.), die Revolution 1848/4­9 sowie die Stadtentwicklung vom Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.
    Praktische Hinweise
    Stadtmuseum: Fitz-Kühn-Platz 1
    Im Zuge der Sanierung des Stadtmuseums wurde ein Aufzug an der Südseite des Gebäudes angebaut. Zwei Behindertenparkplätze wurden an der Ostseite des Museums eingerichtet. Das Museum ist nun also barrierefrei und behindertengerecht.
    Weitere Informationen
    www.stadtmuseum-iserlohn.de

 

  • Städtische Museum Haus Letmathe
    Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Wasserburg, deren Ursprünge bis in das späte Mittelalter zurückgehen. Präsentiert werden spannende Exponate, die bis zurück in die Altsteinzeit reichen. Der Schwer­punkt liegt jedoch auf dem 18. bis 20. Jahrhundert.
    Folgende Themenbereiche stehen im Zentrum:
    - bäuerliche und bürgerliche Wohn- und Arbeitskultur mit bäuerlichen Arbeitsgeräten, einer Spinn- und Webstube sowie einer Sammlung historischer Bügeleisen,
    - lokales Handwerk mit einer Schuster- und Schmiedewerkstatt,
    - Exponate aus den Bereichen Bergbau, frühe Eisenindustrie, Kleinbahn- und Busverkehr sowie
    - archäologische Funde aus dem Umfeld des Burgbergs: steinzeitliche Werkzeuge und der Oestricher Goldfund.
    Praktische Hinweise:
    Anschrift: Museum Haus Letmathe, Hagener Straße 62, Iserlohn
    Das Museum Haus Letmathe ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Ein Aufzug führt vom Nebeneingang direkt ins Obergeschoss.
    Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich neben dem Haus.
    Der Eintritt ins Museum und die Führung sind frei.
    Weitere Informationen
    www.museum-haus-letmathe.de

 

  • Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf
    Das frühindustrielle Fachwerkensemble – malerisch im Tal des Baarbaches gelegen - gilt als die bedeutendste in ihrem Ursprung heute noch erhaltene Industrieansiedlung des frühen 19. Jahrhunderts in Südwestfalen. Der Antrieb der Maschinen zur Messingverarbeitung erfolgte durch Wasserkraft. Die historische Bausubstanz der zehn Fachwerkhäuser ist zum großen Teil unverändert erhalten.
    Museums‑ und Künstlerdorf
    Der Umbau vom Gewerbestandort zum Museums‑ und Künstlerdorf begann 1985. Bis heute hat sich Barendorf zu einem Ort entwickelt, der vielen Besuchern etwas zu bieten hat: vom Rockkonzert bis zum Klassik-Festival,von der Kunstmesse über den Nadelmarkt bis hin zum Weihnachtlichen Barendorf. Darüber hinaus machen museums- und umweltpädagogische Angebote die Historische Fabrikanlage zum wichtigen „außerschulischen Lernort“. Barendorf ist Ankerpunkt der vor- und frühindustriellen Technikroute „WasserEisenLand“ sowie Teil der „Tälerroute“  innerhalb der „Europäischen Route der Industriekultur“
    Praktische Hinweise:
    Adresse: Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf, Baarstraße 220 – 226, Iserlohn
    Kostenlose Parkplätze gibt es in der Nähe der Anlage.
    Weitere Informationen
    www.museum-barendorf.de

 

Ortsverzeichnis:

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Zu guter Letzt

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