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Kommentar zur SPD Neuausrichtung

Sonntag, 12. November 2017 - 21:22

"Die Basis steht in ihrer Mehrheit längst nicht mehr so unbedingt zur Parteiführung."

"Die Basis steht in ihrer Mehrheit längst nicht mehr so unbedingt zur Parteiführung."

Ein Gastbeitrag von Horst Sellge, Havixbeck

Kommentar zu den WN Beiträgen „SPD klopft an der Haustür“ vom 18.10.2017 (Nahles ruft zum Dialog mit Bürgern auf) und Nahles geht auf Distanz zu Schulz vom 09.11.2017

Es mutet schon sonderbar an, wenn man den zwanghaften Versuch der SPD Fraktionschefin verinnerlicht, den Abgeordneten aufzutragen, im eigenen Wahlkreis von Haus zu Haus die Wünsche der Bürger abzufragen. Damit wird eine Partei nicht neu aufgestellt, es belegt lediglich den blinden Aktionismus der noch Verantwortlichen in der SPD. Die SPD muss sich nicht neu erfinden. Sie sollte sich lediglich der sozialen Werte und Ziele erinnern, die einmal eine SPD vor Schröders Kanzlerschaft ausgemacht haben.

Und da finden wir das augenblickliche Dilemma der SPD und ihrer Führung. Um das zu bewerkstelligen, braucht es neue und glaubwürdige Köpfe, aber danach seht es nicht aus. Die noch Parteiverantwortlichen machen aus dem Wahlergebnis was sie wollen. Offenkundig in der Opposition „ein Liedchen singend auf die Fresse hauen“ und Funktionen innerhalb der Partei und Fraktion nach Willigkeit zu besetzen. Es genügt, wenn Vorstand und Präsidium entscheiden!

Damit ist allerdings eine Neuausrichtung der Partei nicht zu gewährleisten. Zumal gerade die, die für den desolaten Zustand der SPD verantwortlich sind, noch immer in einflussreicher Position innerhalb der Partei agieren. Als sicheres Zeichen für das Verhalten der alten Führungsriege ist z. B. die Einlassung der Fraktionschefin Nahles auf den Schulzvorschlag, den Parteivorsitzenden von der Basis wählen zu lassen. Sie geht auf Distanz und möchte diesen Vorschlag von den „Altvorderen“ des SPD Präsidiums diskutiert wissen – diskutiert mit dem Ziel der Ablehnung. Damit wird deutlich, dass einige Funktionäre sich Sorgen um ihre Pfründe machen und mit einer Urwahl ihren Stellung und damit an Einfluss verlieren könnten.

Denn die Basis steht in ihrer Mehrheit längst nicht mehr so unbedingt zur Parteiführung. Sie sucht nach einer SPD, wie sie von Willy Brandt einmal geprägt worden war.

Horst Sellge


Referenzen

Auch von Rainer Wermelt

Homepage: www.rainerwermelt.de
Kontakt: www.gaupel34.de
Allgemeine Rundschau - Nachrichten, Hintergründe und Meinunen zu den Themen der Zeit: www.allgemeine-rundschau.de
Blickpunkt Coesfeld - Stadtmagazin für Coesfeld: www.blickpunkt-coesfeld.de
Der neue Friedensreiter - politischer Autorenblog: www.friedensreiter.net
Flüchtlings-Info-Coesfeld: www.fi-coesfeld.de
Weihnachtsmarkt Coesfeld: www.weihnachtsmarkt-coesfeld.de
Freifunk Coesfeld: www.freifunk-coesfeld.de
Borderline Selbsthilfegruppe Münsterland: www.borderline-coesfeld.de
EX-IN - Einbeziehung Erfahrener in die Psychiatrie: www.ex-in.net
Contributions To The European Heritage: www.european-heritage.org
Mopszüchterverein:  www.vrz-dhs-mops.de

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Hinweis zu Gastbeiträgen

Gastbeiträge geben die Meinung des Autors wieder. Sie müssen nicht zwingend mit der Meinung von mir, Rainer Wermelt, übereinstimmen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der Autor.

 


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